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Stadtgespräch: Interview mit Künstler Vasile Bedreaga


mit Vasile Bedreaga

Vasile Bedreaga

Vasile Bedreaga, Künstlername „BEVA“, ist 1953 in Klausenburg/Rumänien geboren und absolvierte sein Kunststudium an der Kunstakademie in Klausenburg, Rumänien, wo er 1978 sein Diplom bekam. Es folgten unter anderem zahlreiche Kunstausstellungen – regional und international. Mit seiner 40-jährigen pädagogischen Erfahrung in der Jugend- und Erwachsenenbildung bietet er außerdem einen vielseitigen Kunstunterricht in einem professionell eingerichteten Atelier an. Die reiche Ausstattung ermöglicht das Experimentieren mit verschiedenen Techniken wie: Serigraphie (Siebdruck), Keramik - Porzellan, Glas, Zeichnen und Graphik, Design und Ölmalerei.
 
FRIZZ: Wann entdeckte der junge Vasile seine Leidenschaft für Kunst?
Vasile Bedreaga: Erstmals mit vier Jahren habe ich im Kindergarten einen starken Eindruck von einer, durch die Erzieherin, gemalten Katze erhalten. Dies war der wichtigste, ausschlaggebende Moment in meinem Künstlerleben. Ebenfalls mit vier Jahren habe ich nach langem und energischem Bitten meinen ersten Pinsel und Farbkasten von meinen Eltern erhalten. Von diesem Moment bis heute habe ich mich immer als kreativer Entdecker gefühlt. Das Spiel mit den Farben und Materialien habe ich seit meinem 4. Lebensjahr wie einen roten Faden ohne Unterbrechung durch mein ganzes Leben weitergeführt. Die Freude und Begeisterung habe ich mir seit dieser frühen Kindheit bewahrt.

FRIZZ: War es in so einem repressiven System wie Rumänien unter Ceausescu für einen Freigeist überhaupt möglich, seine Kreativität zu entfalten?
Vasile Bedreaga: Ja, aber es war sehr schwer. Stets der großen Gefahr bewusst, dass meine geheime Malerei und besonders der Siebdruck vom Geheimdienst entdeckt werden könnte. Nicht zu vergessen, dass jede Schreibmaschine zu der Zeit im Polizeirevier registriert werden musste und Siebdruck absolut verboten war. Das Regime hatte große Angst vor Vervielfältigungsmethoden, da diese zur Volksbeeinflussung genutzt werden konnten. Meine Kreativität und meine Freiräume habe ich mir durch bewusst gewählte Isolation von der Öffentlichkeit und geheime Zurückgezogenheit bewahrt. Paradox: Meine fachlichen Kenntnisse und meine Informationen zum Studium konnte ich mir in den staatlichen Bibliotheken völlig legal holen.

FRIZZ:Sie verweigerten die Armee, was weitreichende Folgen für Sie hatte. Welche?
Vasile Bedreaga: Einer meiner schwersten Momente im Leben waren die Erlebnisse mit meinem Wehrdienst. Ich war Repressalien ausgesetzt, da ich als junger Rebell mit Bart, langen Haaren und einem festen Willen überhaupt nicht in das enge und strenge Raster passte. So wie in der gesamten Gesellschaft durch die Politik, sollten insbesondere auch in der Armee die jungen Männer zu „Neuen Menschen“ gemacht werden. Ohne Warnung, ohne Information und ohne meine Einwilligung wurde an mir – einem gesunden jungen Mann - eine schwerwiegende Operation vollzogen. Meiner Meinung nach war die OP nicht nötig und ein experimenteller Eingriff. Mein Wille sollte gebrochen werden. Mit großen orthopädischen Problemen, die sich bis heute auswirken, bin ich nach kurzer Zeit aus der Armee entlassen worden. Die Liebe zur Kunst hat mich gerettet. Meine Gedanken waren immer frei und meine Persönlichkeit konnte die Armee und die Regierung nicht brechen.

FRIZZ: 1987 suchten Sie aus der rumänischen Diktatur den Weg in die Freiheit. Wie schwierig war die Flucht?
Vasile Bedreaga: Nach neun Jahren Wartezeit für einen Reisepass konnte ich aufgrund einer Einladung durch Verwandte, die bereits in Deutschland lebten, nach Ulm reisen. Unter dem Vorwand einer Urlaubsreise bin ich aus Rumänien ausgereist und nie wieder in das Rumänien unter Ceausescu zurückgekehrt. Die Flucht an sich war nicht schwierig. Sehr schwer und psychisch belastend war, dass ich mein wunderschönes und großes Atelier im Zentrum von Bukarest und damit auch meine gesamte Kunst verlassen musste. Mit meiner Verwandtschaft durfte ich nur drei Minuten im Monat telefonieren.

FRIZZ: Ihr Atelier richteten Sie dann 2002 im Garnisons-Arresthaus in der Ulmer Frauenstraße ein. Wie verbrachten Sie die Zeit bis dahin?
Vasile Bedreaga: Nach meiner Ankunft befand sich mein erstes Atelier in meiner kleinen Ulmer Wohnung in der Küche. Schon nach vier Monaten war ich mit zwei Bildern präsent in der Jahresausstellung des Kunstvereins Ulm. Zu diesem Anlass erschien der erste Artikel in der Südwest Presse. Durch den ersten Kontakt mit Künstlern und Journalisten, konnte ich dann meine Vielseitigkeit beweisen und ein Bühnenbild für das Theater in der Westentasche entwerfen. Innerhalb kürzester Zeit erhielt ich einen großen Raum, mein eigenes Atelier, in der Ulmer Münster Brauerei. Im Laufe der Jahre erwarb ich Materialien und Werkzeuge als Grundsubstanz für mein Atelier. Erste Schüler unterrichtete ich ebenfalls schon nach ein paar Monaten mit einem sehr begrenzten Wortschatz, der aus: „So“ und „So“ bestand, in meiner Küche. Im Kloster Wiblingen hatte ich dann 1989 im Bibliothekssaal meine eigene Ausstellung. Durch einen Galeristen aus Baden-Baden konnte ich meine Kunst in vielen Städten und Ländern ausstellen, darunter in Ulm, Köln (Gürzenich), Offenbach (Büsing Palais), Salzburg (Kongresshaus), Wien (Kongresshaus), Hamburg, Friedrichshafen, Landshut, Montreux, London, Straßburg oder Nizza.

FRIZZ: Ist es Zufall, dass Sie wieder im „Knast“ gelandet sind? Glauben Sie überhaupt an Zufälle?
Vasile Bedreaga:  Ja, ich glaube an Zufälle. Viele Dinge können wir nicht erklären. Was wir nicht erklären können, benennen wir als Zufall. Dennoch glaube ich auch an eine unerklärliche Ordnung und einen vorherbestimmten Sinn. Als ich das Atelier in der Frauenstraße 134 übernommen habe, waren die Zellen noch nicht renoviert und umgebaut. Ich habe eine Ausstellung mit meinen Schülern organisiert. Jeder Teilnehmer hat eine Zelle bekommen und dort seine Bilder ausgestellt. Die Ausstellung trug den Titel: „Veni – Vidi – Vici“. Vom ersten Tag an haben mich stets meine Schüler und Freunde begleitet. Wahrscheinlich konnte ich nur wegen meiner Vergangenheit und den bitteren Erfahrungen im totalitären Regime diese Symbolik des Garnison-Arresthauses so aufgreifen und mit meiner Atelierarbeit verknüpfen.

FRIZZ: Aus einem Spalt zwischen grotesk schmalen Rahmen winden sich wulstige Farbstränge, als versuchten sie, ihrem engen Gefängnis zu entfliehen. So könnte man einige Ihrer Ölgemälde beschreiben. Versinnbildlichen diese Art der Darstellung Etappen Ihrer Biographie?
Vasile Bedreaga:  Ja, alle meine Bilder spiegeln auch meine Biographie wider. Die Farbe befreit sich vom Rahmen und sucht ihren eigenen Weg. Hinter allen meinen Bildern steht eine mehr oder weniger versteckte politische Botschaft.

FRIZZ: Sie stellten Ihre Kunstwerke auch weit über Deutschlands Grenzen aus, wo überall?
Vasile Bedreaga: Mehrere meiner Arbeiten befinden sich in privaten, wie auch offiziellen Galerien, Museen in Rumänien, den USA, China, Italien und weiteren Ländern.

FRIZZ: Mittlerweile sind Sie seit Jahrzehnten in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Wie wichtig ist es Ihnen Kunst zu lehren?
Vasile Bedreaga: Die Lehre der Kunst ist mir sehr sehr wichtig. Das ist mein berufliches Leben. Ich habe große Freude, meine Erfahrung, mein Wissen und meine Begeisterung mit anderen interessierten Menschen zu teilen. Das Alter meiner Schüler ist dabei nicht wichtig. Meine Kurse sind buntgemischt und meine Schüler tauschen sich aus – ungeachtet des Alters. Wichtig sind mir die Kreativität und die Entfaltung der persönlichen Ideen. Mein Atelier ist ein „Labor für Kreativität“. Jeder darf mitmachen und wird wertgeschätzt. Meine pädagogische Erfahrung ist anerkannt von anderen Schulsystemen. Ich freue mich immer, wenn Kunststudenten mit den bei mir erstellten Vorstellungsmappen in die Akademie aufgenommen werden. Ebenso schön ist jedoch auch die Weiterentwicklung der Kinder, die bei mir malen. Die Arbeit mit meinen erwachsenen Schülern, oftmals auch Senioren, bedeutet mir viel, da ich hier die grenzenlosen Möglichkeiten der Kunst erkennen kann. Ich erfahre das Vertrauen der Menschen, die bereits eine lange Biographie mitbringen und diese oftmals mit meiner pädagogisch-fachlichen Unterstützung in das künstlerische Arbeiten einfließen lassen.

FRIZZ: Was bieten Sie für Kurse an?
Vasile Bedreaga: Ölmalerei, Acrylmalerei, Graphik, Siebdruck, Keramik, Porzellan, Design, Workshops

FRIZZ: Gibt es Tipps vom „Meister“? Wie führt man Kinder an die bildende Kunst heran?
Vasile Bedreaga: Zuerst mit einer leichten Methode, welche Erfolg, Freude und Professionalität bringt. Mit Techniken und Kunstmethoden, welche zu der Individualität des Kindes passen. Ich unterrichte individuell und ich versuche bei den Kindern die Kreativität und Phantasie zu wecken. Prinzipiell sind Kinder von Natur aus äußert aufgeschlossen für die Kunst – allerdings wird es Kindern auch schnell langweilig, wenn sie die Aufgaben zu schnell lösen oder das Thema nicht für ihre Talente oder Fähigkeiten geeignet ist. Daher versuche ich die Begeisterung, Spontanität und die Neugierde der Kinder zu bewahren. Einen guten Kunstpädagogen zeichnet ein gewisses Talent und Fingerspitzengefühl für den Beruf aus. Ich stehe nicht im Mittelpunkt. Im Atelier sind wir von Anfang an Kollegen und wir arbeiten gemeinsam an der Entwicklung des jeweiligen Kunstwerkes. Die Kinder schätzen dieses Arbeiten auf Augenhöhe. Dazu gehört auch, dass die Kinder und Schüler das gesamte Werkzeug und Inventar des Ateliers benutzen dürfen.

FRIZZ: Es ist Ihnen auch ein Anliegen, Ihren Schülern zu vermitteln, dass man von Kunst durchaus leben kann. Was muss ein Künstler tun um in so einer schnelllebigen Zeit zu bestehen?
Vasile Bedreaga: Tatsächlich denke ich, dass die Sicherung des Lebensunterhaltes für den Künstler immer schwer war. Talent allein ist nicht ausreichend, um von der Kunst leben zu können. Pioniergeist, Vielseitigkeit, Fleiß, Geduld, Innovation, Kreativität, Offenheit für Menschen, eine gute Organisation, Selbstdisziplin und 99 Prozent Glück einen passenden Kunstliebhaber zu treffen, sind mindestens genauso wichtig für den Erfolg. Außerdem ist es wichtig, dass ein Künstler an sich selbst glaubt. Ausdauer und Selbstvertrauen sind besonders in schweren Zeiten sehr wichtig. Ein echter Künstler ist nicht kommerziell eingestellt. Die Vermarktung und das Management werden von Kunsthändlern übernommen. Es bleibt dem Künstler überlassen, inwieweit er sich zu welchem Preis verkaufen lässt.

FRIZZ: Inspiration ist eine wichtige Quelle in Ihrem Tätigkeitsfeld. Was inspiriert Sie?
Vasile Bedreaga: Ich sage immer: „Meine letzte Arbeit gibt mir meine neue Inspiration.“ Das Leben, meine Erfahrungen, die Natur und die Vielfalt der Kunst in der Kunstgeschichte und Gegenwart geben mir darüber hinaus unendliche Impulse.

FRIZZ: Wann ist ein Bild vollendet?
Vasile Bedreaga: Wenn der Künstler das Bild signiert. Das tut er, wenn die Idee vollendet ist und der Künstler nichts Weiteres zu sagen hat. Auch in den Museen sehen wir die Momente in den Bildern, wo die Kunst vollendet ist, durch die Signatur.

FRIZZ: Wie viel Scheitern braucht das Gelingen?
Vasile Bedreaga: Wir lernen aus Fehlern. Eine Herausforderung ist es, wenn teures Material und mühsame Arbeit erfolglos in ein Kunstwerk investiert wurde. Das Geheimnis ist, dass wir niemals aufgeben dürfen. Meine Liebe zur Kunst hilft mir immer über misslungene Projekte hinweg. Es ist wie im Schach: Die Suche nach einer neuen und der besten Strategie. Ruhe bewahren, überlegen und mit Courage und Selbstvertrauen weiter machen.

FRIZZ: Haben Sie auch Krisen? Wie meistern Sie diese?
Vasile Bedreaga: Nein, ich habe noch nie eine Krise gehabt. Stets habe ich viele Ideen und das hilft mir über Schwierigkeiten hinweg. Allerdings schmerzt es mich, dass ich leider zu wenig finanzielle Mittel habe, um meine groß gedachten Projekte und Skulpturen zu realisieren. Ich suche immer noch nach begeisterten Personen und Sponsoren, die eine Umsetzung meiner Modelle für Glasskulpturen in 3D ermöglichen könnten.

FRIZZ: In der Wirtschaft setzen alle auf die gleichen Trends: Big Data zum Beispiel und die Digitalisierung. Die Kunst ist individuell. Lässt sich das von der Kunst lernen?
Vasile Bedreaga: Ja, Kunst ist ein Gebiet für Individualisierung und einen freien Geist. Aber Kunst kann verhindern, dass sich die Gesellschaft in einem schnell produzierbaren, schablonenhaften Massenkonsum verirrt und sich zu Bequemlichkeit hinreißen lässt.

FRIZZ: Eines Ihrer momentanen Projekte ist die Illustrierung der Biografie des rumänischen Dichters Banu Radulescu. Sie waren sogar auf der Leipziger Buchmesse eingeladen. War das ein Abenteuer?
Vasile Bedreaga: Ja, es war zunächst ein Abenteuer, dort überhaupt anzukommen. Durch einen spontanen Wintereinbruch gestaltete sich meine Zugreise sehr abenteuerlich. Die Buchmesse selbst war sehr gut besucht und organisiert. Bei meinem Besuch filmte das Rumänische, das Deutsche und internationale Fernsehen. Ich wurde interviewt und meine Originalität hervorgehoben. In einer Talkrunde wurden meine Präsenz und meine Kunst von einem prominenten Historiker, einer berühmten Lyrikerin, einem Schriftsteller und einem Galeristen gelobt und mit vielen schönen Worten gewürdigt. Dies war ein sehr emotioneller und ergreifender Moment für mich.

FRIZZ: An was arbeiten Sie aktuell?
Vasile Bedreaga: An einem Ölbild, 210 x 200 cm auf einer Leinwand in 3D, in einer von mir selbst entwickelten Technik. Je nach Blickwinkel entstehen dabei andere Bilder. Diese Erfindung ist wirklich sehenswert und beeindruckend. Die Leinwand besteht aus einem Stück, nichts ist aufgeklebt und ich habe auch keinerlei digitale Medien verwendet. Daneben realisiere ich in Kooperation mit der Elly-Heuss-Realschule Ulm zusammen mit den Schülern 3D Bilder aus Papier. Inspiriert von meinem Hund, einem Australian Shepherd, konzipiere ich Designobjekte aus Porzellan. Geplant ist außerdem eine Ausstellung in meinem Atelier und Kunstschule „BEVA“. Alle aktuellen Arbeiten von mir können auch besichtigt werden.

FRIZZ: Hätten Sie auch eine Alternative zu Ihrem Kunstberuf gehabt?
Vasile Bedreaga: Ich persönlich niemals. Meine Mama wollte immer, dass ich Medizin studiere und als Chirurg arbeite. Mein Wille war stärker und meine Mama schloss nach ersten Erfolgen mit der Kunst auch ihren Frieden mit meiner Berufswahl.

FRIZZ: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Vasile Bedreaga: Ich bin in der glücklichen und privilegierten Lage, dass mein Beruf auch meine Freizeit ist. Ansonsten teile ich meine Freizeit mit meiner Familie. Meine Ehefrau malt auch und teilt meine Begeisterung für die Welt der Kunst. Wir unterstützen uns gegenseitig, besuchen viele Museen, Galerien, Ausstellungen und andere Künstler europaweit.

FRIZZ: Was gefällt Ihnen in Ulm besonders?
Vasile Bedreaga: Die Donau als Pulsader zwischen Ulm/Deutschland und Rumänien, meinem Heimatland. Das Ulmer Münster und Ulm als weltoffene Universitätsstadt sowie natürlich meine Freunde und Bekannten. Es gefällt mir in Ulm, der Geburtsstadt von Albert Einstein, beheimatet zu sein. Einstein ist für mich ein Vorbild, besonders hinsichtlich seines Freigeistes. „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Phantasie aber umfasst die ganze Welt.“

FRIZZ: Welche andere „Flecken Erde“ begeistern Sie?
Vasile Bedreaga: Ich bin ein weltoffener Mensch und von unserem wunderbaren Planeten begeistert. „Ubi bene, ibi patria est“

FRIZZ: Warum tragen Sie einen Vollbart?
Vasile Bedreaga: Seit der Pubertät trage ich einen Vollbart und lange Haare. Zunächst waren der Vollbart und meine langen Haare ein Zeichen des Protestes gegen das Regime – in Rumänien waren das Tragen eines Vollbartes und lange Haare verboten. Der Vollbart ist nach wie vor ein für mich sehr wichtiges Zeichen meiner starken Persönlichkeit, meines freien Geistes, meiner Originalität und meiner Individualität.

FRIZZ: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Vasile Bedreaga: Die Realisierung meiner Projekte ist mein Leben. Ich kämpfe nicht für Ruhm und Ehre. Mein allergrößter Traum und Wunsch ist die Umsetzung meiner Modelle in Großprojekten, z.B. in der Stadt, an der Donau, in einem Park, als Kunst am Bau oder bei privaten Sponsoren. Ich bin gesund und glücklich und dankbar für alles, was ich bisher erleben durfte und erhalten habe.