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Lokalhelden: Eric Arikan



Eric Arikan

FRIZZ:
Um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: Wer oder was ist Eric Arikan? Sänger? Band? Beides?

Eric: Eric Arikan bin ich, Sänger und Bassist der Band. Dass mein Name überall vorne draufsteht kommt nicht daher, weil ich so ein riesiges Ego habe, sondern weil ich nach dem Ende meiner ersten richtigen Band vor sechs oder sieben Jahren eher notgedrungen angefangen habe, alleine Musik zu machen. Irgendwann hat mir das Home-Recording allerdings so Spaß gemacht, dass bis jetzt schon zwei Alben dabei herausgekommen sind, die ich komplett alleine aufgenommen habe. Letztes Jahr habe ich dann einen Manager gefunden, der mich bzw. uns unterstützt, was natürlich super ist weil wir uns dann ganz auf die Musik konzentrieren können. Um die Songs auch auf die Bühne bringen zu können, habe ich dann eine Band zusammengestellt. Wir haben also das Pferd eher von hinten als von vorne aufgezäumt.

FRIZZ: Was darf man musikalisch von euch erwarten?

Eric: Uns fällt es meistens schwer, unsere Musik zu beschreiben, weil sich da sehr viele verschiedene Einflüsse treffen und wir von Indie über Stoner Rock bis zu Hip Hop und Hall & Oates so ziemlich alles querbeet hören. Im Endeffekt machen wir Gitarrenmusik, die manchmal Richtung Indie, manchmal Richtung Stoner geht und meistens irgendwo dazwischen liegt.

FRIZZ: Welche Themen wollt ihr mit der Musik kommunizieren?

Eric: So wie jeder Film immer eine Art Liebesgeschichte hat, so handeln auch viele Songs von Liebe, manchmal aber auch von Politik, manchmal von einem Buch oder einem Film, der mir gefällt. Manchmal geht es auch einfach um Sachen, die mir im Kopf rumgehen. Bisher waren Texte für mich immer eher Nebensache, auch wenn sich das in letzter Zeit immer mehr ändert. Wenn wir irgendwann neue Songs aufnehmen, werde ich beim Texteschreiben sicherlich mehr Wert auf den Feinschliff und eine klare Aussage legen.

FRIZZ: Du hast vorher bereits erschienene Alben angesprochen?

Eric: Richtig. Es gibt zwei Alben, und zwar The Ship (2014) und Moon (2016), die beide auf ericarikan.bandcamp.com erhältlich sind. Beide Platten sind in Eigenarbeit in meinem Schlafzimmer entstanden und sind selbst abgemischt und gemastert.

FRIZZ: Gibt es Konzerte oder Live-Situationen, die besonders im Gedächtnis blieben?

Eric: Letztes Jahr hatten wir die großartige Gelegenheit, auf dem Obstwiesenfestival in Dornstadt zu spielen, das hat natürlich wahnsinnig Spaß gemacht. Man bekommt schließlich nicht jeden Tag die Gelegenheit, auf so einer großen und professionellen Bühne zu spielen. Der Sound war da oben so gut, dass wir am liebsten gar nicht mehr von der Bühne gegangen wären. Für regioTV Ulm durften wir letztes Jahr auch ein paar Songs unplugged in einer historischen Straßenbahn spielen – während der Fahrt. Das war ein bisschen wacklig, hat aber auch ziemlich Spaß gemacht.

FRIZZ: Kann man euch in Zukunft auch live sehen?

Eric: Unser nächstes Konzert findet am 7. Oktober im Club Schilli im Rahmen der wunderbaren Veranstaltungsreihe „popschorle“ statt! Also alle vorbeikommen, das geht von der Popbastion aus und die machen einen großartigen Job hier in Ulm, wir waren auch lange in deren Proberaum neben der Kradhalle. Und das Schilli ist sowieso cool.

FRIZZ: Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Eric: Wir arbeiten gerade daran, eine Zusammenstellung von Songs von den ersten zwei Alben zu überarbeiten. Unser Schlagzeuger Hannes (Ziegler) spielt dafür die Drums neu ein, denn die kamen vorher vom Drumcomputer. Daher klingt das alles viel organischer. Ich mische dann alles neu ab und wenn das Ding im Kasten ist, wollen wir das neu veröffentlichen – wenn’s klappt, dann vielleicht sogar (hoffentlich) auf Vinyl!


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