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Interview mit Katja Hörnlein




Podologin Katja HörnleinFRIZZ: Was ist ein Podologe und was beinhaltet dein Aufgabengebiet?

Katja Hörnlein: Ein Podologe ist ein medizinischer Assistenzberuf. Es geht hierbei um die Lehre und Wissenschaft des Fußes. Podologe ist ein staatlich anerkannter Beruf und die Ausbildung dauert 2 Jahre. Im Grunde geht es um die Erhaltung des gesunden Fußes sowie Fußschmerzen und -schäden durch eine geeignete Behandlung vorzubeugen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, bereits geschädigte Füße zu heilen oder beschwerdefrei zu machen. Zudem ist auch eine individuelle Beratung der Kunden sehr wichtig. Dazu zählen z.B.: Informationen über fachgerechtes Nagelschneiden, die Wirk-, Inhaltsstoffe und die Anwendung bestimmter Produkte. Selbst muss man Veränderungen am Fuß erkennen und Patienten an einen Arzt weiterleiten. Es ist wichtig seine eigenen Grenzen zu kennen.

FRIZZ: Wie bist du auf deinen Beruf gekommen?

Katja Hörnlein: Nach meiner ersten Ausbildung zur Bürokauffrau habe ich gemerkt, dass ich mehr möchte. Der medizinische Bereich hat mich schon immer sehr interessiert. Durch meine Mutter habe ich dann von dem Berufsbild des Podologen erfahren und hab es einfach mal probiert. Während der Ausbildung hab ich gemerkt, dass es genau das ist nachdem ich gesucht habe.

FRIZZ: Mit welchen Beschwerden kommen die Leute zu dir und was sind die Häufigsten?

Katja Hörnlein: Da ist die Spannbreite sehr groß. Das reicht von "die Füße wieder auf Vordermann bringen“ bis hin zur Nagelbettentzündung. Bei vielen liegen die Beschwerden auch nicht direkt an den Füßen. Vielen Menschen, die Probleme im Rücken- oder Hüftbereich haben, ist es nicht möglich sich bis zu den Füßen runterzubeugen. Hierdurch ist dann ein selbstständiges Nagelschneiden nicht mehr möglich. Zu den Häufigsten Beschwerden würde ich Nagelpilz, Druckstellen, Hühneraugen und eingewachsene Nägel zählen.

FRIZZ: Macht eine Vorsorgeuntersuchung bei einem Podologen Sinn?

Katja Hörnlein: Das kommt immer ganz drauf an. Menschen mit Diabetes mellitus würde ich, um frühzeitig Veränderungen erkennen zu können, einen regelmäßigen Termin beim Podologen empfehlen. Diese werden auch vom Arzt an uns weitergeleitet. Ansonsten würde ich sagen, dass eine Vorsorgeuntersuchung in dem Sinne nicht dringend notwendig ist wie bei einem Arzt.

FRIZZ: Was unterscheidet die podologische von der kosmetischen Fußpflege?

K
atja Hörnlein: Die podologische unterscheidet sich von der kosmetischen Fußpflege von Grund auf. Angefangen mit der Ausbildung, dem Wissen was vermittelt wird und der tatsächlichen Arbeit, die gemacht werden darf. Die kosmetische Fußpflege wird empfohlen wenn keine Beschwerden vorliegen und man sich die Füße schön machen möchte.

Infos unter:
www.podologie-fusspunkt.de