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Ausbildungs- und Studiums-Special Teil 2




Martin von Daimler TSSMartin: Duales Studium der Wirtschaftsinformatik (Daimler TSS)

FRIZZ: Wie bist Du auf den Studiengang gekommen?
Martin: Über eine Informationsveranstaltung an meiner ehemaligen Schule. Ich habe zuvor meine Ausbildung zum Fachinformatiker abgeschlossen. Der Ausbildungsbetreuer und zwei Studenten von Daimler TSS haben das Unternehmen, aktuelle Projekte und die Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt, u.a. das duale Studium Wirtschaftsinformatik. Das hat mich sehr angesprochen. Nach meiner erfolgreichen Bewerbung bin ich nun seit Oktober 2016 ein Teil von Daimler TSS.

FRIZZ: Gab es Kriterien oder Anforderungen, die Du erfüllen musstest?
Martin: Für das Studium an der Steinbeis School of Management & Technology benötigte ich mindestens Fachabitur und eine abgeschlossene Ausbildung. Meine Erfahrung zeigt, dass es ein großer Vorteil ist, bereits im gleichen Gebiet eine abgeschlossene Ausbildung zu haben. Dadurch hat man wesentlich mehr Wissen und kann sich noch besser im Projekt einbringen.
Bei Steinbeis kann man aber auch mit einem Realschulabschluss und einer abgeschlossenen Ausbildung das Studium beginnen, wenn man zusätzlich drei Jahre Berufserfahrung mitbringt.

FRIZZ: Was ist das Besondere an Deinem Studiengang?
Martin: Das Besondere an diesem dualen Studium ist der sehr hohe Praxisbezug. Alle zwei Monate besuche ich einwöchige Blockvorlesungen, bei denen ich zu einem spezifischen Thema Inhalte vermittelt bekomme. Ein weiterer Vorteil ist es, dass ich auch bei langfristigen Projekten im Team zusammenarbeiten kann, da ich im Verhältnis zu einem dualen Studium an der DHBW nur kurze Abwesenheiten von meinem Projekt habe.

FRIZZ: Wie sieht Dein beruflicher Alltag aus?
Martin: Daimler TSS bietet diverse Dienstleistungen wie Entwicklung von Software und Beratung in der Organisation und Planung von Projekten im IT- und Automotive-Bereich an. Hier durfte ich von Anfang an eigenverantwortlich in einem Entwicklungsteam an sehr interessanten Projekten im Bereich Car IT mitarbeiten. Ich wurde sofort als ein vollwertiges Teammitglied integriert und habe die gleichen anspruchsvollen Aufgaben anvertraut bekommen. Unsere offene Unternehmenskultur ermöglicht es, mir jederzeit Fragen zu stellen – nicht nur an meine Kollegen und Mentoren, sondern auch an meine Vorgesetzte. Dadurch lernt man in kurzer Zeit sehr viel. Meine Theoriephasen absolviere ich an der Steinbeis Business School. Das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis beträgt etwa 15 Prozent zu 85 Prozent. Dort werden technische Themen wie Grundlagen der Programmierung, objektorientierte Programmierung, Datenbanken, Informatikrecht, aber auch betriebswirtschaftliche Themen wie Projektmanagement, Personalwirtschaft, Volkswirtschaft und Finanzmanagement gelehrt.

FRIZZ: Würdest Du den Studiengang weiterempfehlen?
Martin: Auf jeden Fall. Die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis gefällt mir extrem gut und kann es jedem empfehlen. Da ich mehr der praktische Typ bin und gerne selber Dinge ausprobiere und ungern den ganzen Tag einem Dozenten zuhöre, ist dieses Studium für mich sehr passend und ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben. Und nebenbei darf man in einem sehr spannenden und innovativen Unternehmen mit einem tollen Umfeld arbeiten.



Julia vom diakonischen InstitutJulia: Ausbildung zur Ergotherapeutin (Diakonisches Institut Dornstadt)

FRIZZ: Wie kamst du auf die Ausbildung?
Julia: Mir war schon sehr früh klar, dass ich einen Beruf ergreifen möchte, der es mir ermöglicht Menschen zu helfen, die durch eine Erkrankung in ihrer Lebensführung eingeschränkt sind. Zugleich war es mir sehr wichtig, dass ich mir mehr Zeit für einen Klienten nehmen kann, als es zum Beispiel für einen Arzt möglich ist. Durch ein sehr intensives Vorpraktikum im Therapiezentrum Burgau konnte ich meine Ausbildung zur Ergotherapeutin mit der Gewissheit beginnen, dass dies genau der richtige Beruf für mich ist.

FRIZZ: Wie lange dauert die Ausbildung und wie sieht dein Alltag aus?
Julia: Die Ausbildung dauert drei Jahre und beinhaltet 2700 Stunden theoretischen Unterricht und 1700 Stunden praktischen Unterricht verteilt auf 4 Praktika in unterschiedlichen Bereichen der Ergotherapie. Es ist also eine Vollzeitausbildung. Mein Alltag besteht von Montag bis Freitag größtenteils aus Unterricht und Lernen. Unterrichtsbeginn ist um 9.00 Uhr und endet um 16.30 Uhr. Wir beginnen um 9.00 Uhr, da viele der Auszubildenden einen langen Anfahrtsweg haben. Das ist natürlich sehr angenehm. Zeit für Freunde und Hobbies bleibt selbstverständlich auch, aber man muss sich bewusst sein, dass diese Ausbildung kein Spaziergang ist.

FRIZZ: Werden bestimmte Fähigkeiten für die Ausbildung vorausgesetzt?
Julia: Offizielle Voraussetzungen sind mindestens ein mittlerer Schulabschluss und nach Möglichkeit ein Vorpraktikum. Meiner Meinung nach sollte man sich aber vorher im Klaren darüber sein, ob man psychisch und physisch dazu in der Lage ist mit kranken Menschen zu arbeiten. Das ist nicht für jeden das Richtige. Natürlich sind Empathie (Einfühlungsvermögen) und eine gewisse psychische Belastbarkeit Grundvoraussetzung, wenn man diesen Beruf ergreifen möchte.

FRIZZ: Was ist das Besondere an der Ausbildung?
Julia: Das Besondere an der Ausbildung am Diakonischen Institut für Soziale Berufe in Dornstadt sind für mich die Dozenten. Es ist nicht nur der unglaublich gute und interessante Unterricht, der in jedem Fachbereich gegeben ist, sondern auch das Verhältnis zwischen den Auszubildenden und den Dozenten. Man wird nicht alleine gelassen. Sowohl unsere Kursleitung, als auch alle anderen Dozenten stehen uns jederzeit für Fragen zur Verfügung, helfen und unterstützen uns, wo es Ihnen möglich ist. Das Besondere an der Ausbildung zur Ergotherapeutin allgemein sind für mich die verschiedenen Bereiche in denen ich später einmal arbeiten kann und das Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten. Man bleibt nie stehen und lernt immer dazu. Durch die vier verschiedenen Praktika, die wir in unserer Ausbildungszeit durchlaufen lernen wir nicht nur alles am Klienten umzusetzen, was wir im theoretischen Unterricht gelernt haben, sondern haben auch die Möglichkeit für uns herauszufinden, welcher Bereich für uns das Richtige sein könnte.

FRIZZ: Würdest du die Ausbildung weiterempfehlen?
Julia: Ich würde diese Ausbildung gerade am Diakonischen Institut in Dornstadt jederzeit mit bestem Gewissen jedem weiterempfehlen, der sich vorher mit dem Berufsbild und den Tätigkeiten eines Ergotherapeuten auseinandergesetzt hat.



Jakob vom Restaurant SiedepunktJakob: Ausbildung zum Koch mit Zusatzqualifikation Küche & Servicemanagement (Restaurant Siedepunkt)

FRIZZ: Wie bist Du auf die Ausbildung gekommen?
Jakob: Nach der Schule habe ich ein Wirtschaftschemiestudium begonnen und gemerkt, dass ich mich beruflich umorientieren möchte, da mich dieser Berufszweig nicht glücklich gemacht hat. Ich habe mich daraufhin über verschiedene Berufe informiert und meine Interessen im Bereich Gastronomie entdeckt. Ich habe mich also entschlossen, mich im Berufsinformationszentrum über mögliche Berufe und vor allem das Bewerbungsverfahren zu informieren. Im BIZ wurde mir geraten durch verschiedene Praktika herauszufinden ob mir der Bereich Gastronomie wirklich gefällt und wo ich meine Stärken sehe. Ich konnte Einblick in verschiedene gastronomische Bereiche gewinnen, unter anderem im Restaurant Siedepunkt. Mir wurde dabei schnell klar, dass ich Koch werden möchte.

FRIZZ: Wie lange dauert die Ausbildung und wie sieht Dein Alltag aus?
Jakob: Die Ausbildung an sich dauert drei Jahre. Den Großteil meiner Ausbildung absolviere ich in der Küche. Durch meine Zusatzqualifikation Küchen- und Servicemanagement bekomme ich während meiner Ausbildung aber auch einen Einblick in den Service sowie in den Verwaltungsbereich in der Gastronomie. Die Arbeit in der Küche beginnt mit der Vorbereitung des Tages, das sogenannte „mise en place“ für das Mittags- und das Abendgeschäft. Mittags kochen wir im Best Western Plus Atrium Hotel für unsere Tagungsgäste und am Abend für Gäste des Restaurant 100GRAD und des Feinschmecker Restaurants Siedepunkt.

FRIZZ: Werden bestimmte Fähigkeiten für die Ausbildung vorausgesetzt?
Jakob: Am aller wichtigsten finde ich, dass man Interesse und Passion für das Kochen hat. Ich verarbeite Lebensmittel, kreiere neue Geschmackserlebnisse und richte kunstvolle Speisen auf den Tellern an. Schön ist es, wenn diese leeren Teller zurück in die Küche kommen und wir die Erwartungen unserer Gäste übertreffen.

FRIZZ: Was ist das Besondere an der Ausbildung?
Jakob: Ganz klar die Abwechslung und das Lob zufriedener Gäste. Durch unsere wechselnden Speisekarten lerne ich während der Ausbildung immer neue Produkte und deren Verarbeitung kennen. Ich darf mich aktiv an der Entstehung neuer Gerichte beteiligen und kreativ sein. Ein Koch möchte immerhin nicht nur Hunger stillen, sondern seine Gäste begeistern.

FRIZZ: Würdest Du die Ausbildung weiterempfehlen?
Jakob: Auf jeden Fall, für jeden der Spaß und Begeisterung an diesem Berufszweig hat. Das wichtigste an einer Ausbildung in der Küche ist das Interesse für Lebensmittel und natürlich auch für die Gastronomie. Sie kann manchmal anstrengend sein und ist sicher nichts für Jedermann. Man kann auf der ganzen Welt arbeiten – denn gegessen wird überall gerne.



Anika von der Sparkasse UlmAnika: Duales Studium der BWL-Bank (Sparkasse Ulm)

FRIZZ: Wie kamst Du auf den Studiengang?
Anika: Während meiner „Berufswahlphase“ habe ich mehrere Bildungsmessen besucht und mich auch im Internet mit potenziellen Ausbildungsstätten beschäftigt. Interessiert habe ich mich jedoch hauptsächlich für ein Studium. Nun stand ich vor der Frage: „normales“ oder „duales“ Studium? Das duale Studium war mir schon länger durch Bekannte vertraut gewesen. Natürlich reizte mich das normale Studentenleben. Jedoch waren die Punkte, schon während der Ausbildung viel Praxiserfahrung zu haben und das wahre Berufsleben kennen zu lernen, ausschlaggebend für meine Entscheidung für das duale Studium. Die Wahl des richtigen Studienfaches fiel mir dann doch einfacher. BWL – Bank erschien mir schon immer als tolle Grundlage für jeglichen Werdegang. Als Ausbildungsbetrieb habe ich mir bewusst die Sparkasse Ulm ausgesucht. Sie war mir zum einen durch ihre Präsenz im gesamten Alb-Donau-Kreis bekannt und zum anderen wurde mir immer äußerst positiv von ihrer Art der Ausbildung erzählt.

FRIZZ: Welche Anforderungen musstest Du erfüllen?
Anika: Für die Zulassung an der Hochschule musste ich eine Fachhochschulreife vorweisen. Die Anforderungen bei der Sparkasse Ulm waren auch auf meine persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften bezogen. Wichtig ist vor allem Freundlichkeit gegenüber anderen. Man sollte Spaß am Umgang mit Menschen haben, um Freude an diesem Beruf zu finden. Außerdem wurden durch den Einstellungstest meine mathematischen Fähigkeiten und logisches Denken abgefragt.

FRIZZ: Was ist das Besondere an Deinem Studiengang?
Anika: Das Besondere am dualen Studium ist natürlich der sofortige Einstieg ins Berufsleben. Man hat nicht nur den Vorteil, während des Studiums Praxiserfahrung zu sammeln, sondern auch einen Top-Arbeitgeber, der einem von Beginn an zur Seite steht. Des Weiteren lehrt die Duale Hochschule nicht nur allgemeine BWL: In meinem Fall erlerne ich bankspezifische Fächer wie z.B. Anlage– und Kreditgeschäft.

FRIZZ: Wie sieht Dein beruflicher Alltag aus?
Anika: Am Anfang meines Studiums bin ich viel in den Geschäftsstellen der Sparkasse Ulm eingeteilt. Dort darf ich den allgemeinen Kundenumgang lernen, aber auch schon viel bei Beratungsgesprächen dabei sein. Besonders Spaß macht das selbständige Arbeiten, mit dem ich das Beraterteam aktiv unterstützen kann. Ziel des Studiums ist es, einen qualifizierten Hochschulabschluss zu erlangen sowie die unterschiedlichen Abteilungen durchlaufen zu haben.

FRIZZ: Würdest Du den Studiengang weiterempfehlen?
Anika: Auf jeden Fall. Das Studium stellt zwar eine Herausforderung dar, jedoch ist das Ergebnis am Ende jeden Aufwand wert.